AHA vs. BHA vs. PHA: Koreanisches Peeling im Sommer wählen
Im Sommer wirkt ein Peeling besonders verlockend: Hitze, Schweiß, Sonnenschutz und Glanz können die Haut verstopft erscheinen lassen, während Klimaanlage trockene Schüppchen betont. Die Lösung ist nicht automatisch ein stärkeres Peeling. Entscheidend sind die passende Säurefamilie, das richtige Format und eine Häufigkeit, die deine Haut verträgt.
AHA, BHA und PHA kurz erklärt
AHA eignet sich vor allem für eine raue, schuppige oder müde wirkende Oberfläche. Glykol-, Milch- und Mandelsäure gehören dazu. AHAs sind wasserlöslich und arbeiten hauptsächlich an der Oberfläche.
BHA passt eher zu Fettglanz, Mitessern und sichtbar verstopften Poren. In Kosmetik ist damit meist Salicylsäure gemeint. Ihre Fettlöslichkeit macht sie zu einer bekannten Option für ölige Bereiche.
PHA bietet eine schrittweise Oberflächenexfoliation und wird häufig in sanfteren, feuchtigkeitsorientierten Formeln verwendet. Gluconolacton ist ein typisches PHA. Eine größere Molekülstruktur bedeutet meist langsamere Penetration, aber „sanft“ ist keine Garantie gegen Reizung.
Konzentration, pH-Wert, Trägerformel, Kontaktzeit und Häufigkeit können genauso wichtig sein wie die Abkürzung auf der Verpackung.
AHA für raue Textur
AHAs sind interessant, wenn Make-up an trockenen Stellen hängen bleibt oder die Oberfläche uneben wirkt. Ein abwaschbarer Reiniger kann für Einsteiger leichter einzuschätzen sein als ein starkes Leave-on-Peeling. Das HARUHARU WONDER Black Rice Triple AHA Gentle Cleansing Gel enthält Wein-, Mandel- und Zitronensäure. Es wird aufgeschäumt und abgespült und ist deshalb nicht mit einem Leave-on-AHA-Serum gleichzusetzen. Verwende es nach Anleitung und ergänze nicht sofort ein zweites Peeling.
BHA für ölige Zonen
BHA ist die typische Wahl, wenn Glanz, Mitesser oder die T-Zone im Mittelpunkt stehen. Ein Leave-on-BHA hat meist längeren Hautkontakt als ein Reiniger, ist aber nicht automatisch der beste Einstieg. Der SKIN1004 Madagascar Centella Tea-Trica BHA Foam ist ein abwaschbarer Schaum für überschüssigen Talg und Glanz. Auf feuchter Haut sanft aufschäumen und gründlich abspülen. Wenn nur Nase und Kinn ölig sind, muss nicht das ganze Gesicht gleich intensiv behandelt werden.
PHA für einen langsameren Einstieg
PHAs haben größere Moleküle und können zugleich feuchtigkeitsbindende Eigenschaften besitzen. Sie werden deshalb oft für Haut empfohlen, die stärkere Säuren unangenehm findet. Das HARUHARU WONDER Centella 3% PHA Gentle Liquid Exfoliating Serum ist ein Leave-on-Produkt mit Gluconolacton und Centella. Laut bestätigter Anleitung wird es auf saubere, trockene Haut im ganzen Gesicht oder gezielt in der T-Zone bis zu dreimal wöchentlich aufgetragen. Beginne einmal pro Woche und erhöhe nur bei guter Verträglichkeit.
Format und Sommer-Routine
Ein Reiniger, Toner, Pad oder Serum mit derselben Säurefamilie erzeugt nicht dieselbe Einwirkzeit. Rinse-off-Formeln haben kurzen Kontakt; Leave-on-Flüssigkeiten bleiben auf der Haut. Pads bringen zusätzliche Reibung. Wähle zunächst nur ein Peelingprodukt. Bei einem Peelingreiniger spülst du vollständig ab und lässt einen zweiten Säureschritt aus.
Führe Säuren am Abend ein, teste sie zuerst an einer kleinen Stelle und beginne seltener als die maximal erlaubte Anwendung. Nutze sie nicht auf Sonnenbrand, verletzter, frisch rasierter oder bereits gereizter Haut. Trenne anfangs Retinoide, starke Vitamin-C-Produkte, Scrubs und andere Peelings auf andere Abende. Bei anhaltendem Brennen, zunehmender Rötung oder ungewöhnlicher Spannung pausieren.
Sonnenschutz bleibt Pflicht. Die US-amerikanische FDA weist darauf hin, dass AHA-Kosmetik die Lichtempfindlichkeit erhöhen kann, und empfiehlt Sonnenschutz, schützende Kleidung und weniger direkte Sonne während der Anwendung sowie eine Woche danach. Auch bei BHA rät sie zu Sonnenschutz und genauer Beachtung der Anleitung.
Kurzentscheidung: AHA für raue und schuppige Oberfläche, BHA für ölige, verstopft wirkende Zonen, PHA für einen vorsichtigeren Leave-on-Einstieg. Ist die Haut sonnenverbrannt oder gereizt, wähle vorerst keines davon. Das beste Peeling ist die eine Formel, die zum Hauptbedürfnis passt und ohne Beschwerden in der Routine bleiben kann.